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Landschaftsverband
Stade:
Einmaliges
Tondokument der norddeutschen Orgelkultur:
Doppel-CD
mit Aufnahmen aller Orgeln von Arp Schnitger in Niedersachsen
erschienen
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Im Mai 2002 erscheint die
Doppel-CD „Arp Schnitger in Niedersachsen” mit
Neueinspielungen an allen von Arp Schnitger (1648-1719) im Gebiet
des heutigen Niedersachsens erbauten und bis heute erhaltenen
Orgeln:
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Cappel, Stade-St.Cosmae,
Lüdingworth, Steinkirchen, Hollern, Mittelnkirchen,
Norden-St.Ludgeri, Grasberg, Dedesdorf, Ganderkesee, Weener.
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 Die
Auswahl von 11 Instrumenten für eine Hörreise zu den
berühmten von Arp Schnitger gebauten Orgeln im
niedersächsischen Küstengebiet vermittelt einen
Eindruck von der faszinierenden Klangwelt der originalen
Orgelwerke des bedeutendsten Meisters der Orgelbaukunst
Nordeuropas in der Barockzeit: Arp Schnitger (1648 - 1719) -
Interpreten der Doppel CD sind
junge Organisten aus den USA, aus Rußland, Finnland, Japan
und Deutschland, deren künstlerischer Werdegang maßgeblich
durch die Orgeln Arp Schnitgers geprägt worden ist
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Die Doppel-CD wird von den drei
Landschaften und Landschaftsverbänden im
„Arp-Schnitger-Gebiet” (Stade, Ostfriesland,
Oldenburg) gemeinsam mit der Arp Schnitger Gesellschaft (Brake)
und dem europäischen Förderprogramm ORSEV (The Organ as
a Symbol of the European Vision) herausgegeben.
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Die Idee zu diesem einmaligen
Tondokument der norddeutschen Orgelkultur stammt von Prof. Harald
Vogel (ORGANEUM in Weener), bei dem auch die künstlerische
Gesamtleitung des Projektes lag. Wesentliche Mitarbeit bei der
Koordination der Aufnahmen und bei der Erarbeitung des
umfangreichen Booklets (64 Seiten!) leistete Peter Golon (Stade).
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Inhalt, Programm und Interpreten
der Arp-Schnitger-CD:
- CD 1: Cappel,
Elizabeth Harrison (USA); Stade - St. Cosmae, Claudia
Heberlein-Johnson (USA); Lüdingworth, Ingo Duwensee (D);
Steinkirchen, Sergej Tcherepanov (Rußland); Hollern, Riikka
Viljakainen (Finnland); MitteInkirchen, Kumiko Matsunami (Japan);
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CD 2: Norden -
Ludgerikirche, Agnes Luchterhandt (D); Grasberg, Thiemo Janssen
(D); Dedesdorf, Matthew Provost (USA); Ganderkesee, Johannes
Kaußler (D); Weener, Winfried Dahlke (D);
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Gespielt werden die Orgelwerke
von Vincent Lübeck (1654-1740) und ein Querschnitt
durch das norddeutsche Orgelrepertoire: Samuel Scheidt
(1587-1654), Hieronymus Praetorius (1560-1629), Heinrich
Scheidemann (ca. 1591-1663), Dietrich Buxtehude
(1637-1707), Georg Böhm (1661-1733) und Nicolaus
Bruhns (1665-1697).
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In diesem Programm werden in
weit mehr als 100 Registrierungen die Einzelstimmen und
Registerkombinationen der Schnitger-Orgeln in Niedersachsen
vorgestellt. Diese Instrumente geben einen sehr vollständigen
Eindruck von der frühen Phase (Lüdingworth in
mitteltöniger Stimmung) bis zum Spätwerk (Weener in
wohltemperierter Stimmung).
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Arp Schnitger (1648 - 1719):
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Arp Schnitger unterhielt nicht
nur die größte Orgelbauwerkstatt in der Zeit um 1700
mit einer großen Anzahl von Mitarbeitern, die in Gruppen
von Hamburg aus in vielen Städten (von Berlin bis zum
niederländischen Groningen) insgesamt an mehr als 150 zum
Teil sehr großen Projekten arbeiteten, sondern es gelang
ihm vor allem ein bis heute im Orgelbau nicht übertroffenes
handwerkliches und klangliches Niveau in seinen Instrumenten zu
verwirklichen. Seine Konstruktionen sind durch ein hohes Maß
an Dauerhaftigkeit gekennzeichnet, so daß heute noch
verhältnismäßig viele Instrumente aus seiner
Werkstatt erhalten geblieben sind. Durch sorgfältige
Restaurierungen sind die meisten Arp-Schnitger-Orgeln in den
letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts in einen gut spielbaren
Zustand versetzt worden.
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Arp Schnitger wurde 1648 in
Schmalenfleth, in der zu Oldenburg gehörenden Wesermarsch
(heute ein Teil der Stadt Brake) geboren. Er übernahm 1678
nach dem Tod seines Lehrmeisters Berend Hus die Orgelwerkstatt in
Stade (an der Elbe); dem damals schwedischen Verwaltungszentrum
für das Gebiet zwischen Elbe und Weser. Mit dem Auftrag zum
Bau seines größten Werks in der Hamburger
Nicolaikirche im Jahre 1682 verlegte er seine Werkstatt nach
Hamburg. Von dort baute er sehr viele Instrumente im
norddeutschen Raum, in den Niederlanden und exportierte Orgeln
nach Russland, England, Spanien und Portugal. Arp Schnitger war
der erste „europäische” Orgelbauer, dessen Stil
im 18. Jahrhundert schulebildend war und im 20. Jahrhundert zu
einem wichtigen Vorbild im kunsthandwerklich orienierten Orgelbau
weltweit wurde.
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Arp-Schnitger-Orgeln in
Niedersachsen:
- Das niedersächsische
Küstengebiet kann als Kernland der Tätigkeit Arp
Schnitgers angesehen werden. Hier sind fünf Instrumente fast
vollständig im Originalbestand erhalten: Cappel,
Lüdingworth, Steinkirchen, Grasberg und Dedesdorf. Die
beiden großen Werke in Stade - St. Cosmae und Norden - St.
Ludgeri erklingen durch die vorbildlichen Restaurierungen von
Jürgen Ahrend wieder in der alten Klangpracht, wobei die
acht originalen Zungenstimmen in Stade zum wichtigsten Bestand
des nordeuropäischen Orgelbaus aus dem 17. Jahrhundert
gehören. In Weener ist der überwiegende Teil des
Innenwerks rekonstruiert worden, während in Ganderkesee und
Hollern grundlegende Restaurierungsarbeiten noch ausstehen.
Schließlich befinden sich in der Orgel in Mittelnkirchen
noch sieben Schnitger-Register, die neben den anderen
Pfeifenreihen aus der Zeit vor und nach Schnitger einen Eindruck
von der Kontinuität der norddeutschen Orgelkultur im 16. bis
zum 18. Jahrhundert vermitteln.
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Die Doppel-CD „Arp
Schnitger in Niedersachsen” ist erhältlich im
Musikalien- und Buchhandel (MDG 1124-2), direkt beim
Landschaftsverband Stade, Im St. Johanniskloster, 21682 Stade,
Tel: 04141/46300, Fax: 04141/47163, eMail:
info@kulturlandschaft.de, oder bei den Kirchengemeinden mit
Schnitger-Orgeln.
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Der Preis beträgt
20,- Euro.
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Hinweis:
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(Als Ergänzung und
Vervollständigung werden bald zwei weitere CDs von den zehn
erhaltenen und spielbaren Arp-Schnitger-Orgeln in der
niederländischen Provinz Groningen erscheinen. Weiterhin
eine CD mit den nordelbischen SchnitgerInstrumenten
(einschließlich Hamburg - St. Jacobi) und eine CD mit den
Werken aus der Schnitger-Werkstatt in Portugal bzw. Brasilien.
Somit kann dann auf insgesamt sechs CDs das erhaltene Gesamtwerk
von Arp Schnitger als “Wege zu Schnitger” in einem
internationalen Rahmen dargestellt werden.)
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NÄHERES: Landschaftsverband
Stade, Im Johanniskloster, 21682 Stade, Telefon (04141)46300, Fax:
(04141)47163, ( www.landschaftsverband-stade.de ), Bestellungen auch per
 .
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