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Museumsschiff "Greundiek"Arbeit an Bord - Die nautischen Offiziere
Mit einem Ohr überwachte er den Funkverkehr, wobei er besonders auf die Seenotmeldungen achtete. Mit dem anderen Ohr kontrollierte er das Geräusch der Maschine, denn nicht jedes Schiff fuhr einen Maschinisten. Alle paar Minuten schaute er auf das Kontrollfenster für das Kühlwasser und hatte die Maschineninstrumente im Auge.
Besonders anstrengend waren die Wachen bei der Fahrt im Nebel, denn kein Radargerät half bei der Orientierung in der trüben Suppe. Also blieb nur das angestrengte Lauschen und Starren in das öde Grau des Nebels. Herrschte dichter Nebel, so musste ein Matrose zum Ausguck auf das Vorschiff, wo er 2 Stunden in der Kälte stand und von jeder Welle abgeduscht wurde. Neben den Eintragungen ins Logbuch erledigten Kapitän und Steuermann auch die Proviantbestellung, die Abrechnung von Heuern und von Überstunden, die Eintragungen ins Funktagebuch und die Berichtigung der Seekarten. Bei jedem Anlegemanöver kam der Kapitän auch dann auf die Brücke, wenn er gerade vor einer Stunde hundemüde in die Koje gefallen war, denn alle Hafen- und Schleusenmanöver fuhr der Kapitän selbst. Der Steuermann hantierte dafür auf dem Vorschiff beim Festmachen mit den schweren Leinen. |
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