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Museumsschiff "Greundiek"Arbeit an Bord - Die Matrosen
Im Hafen wurden gleich nach dem Festmachen die dicken Planen auf den Luken entfernt und die schweren hölzernen Lukendeckel von je zwei Mann an Deck getragen. In vielen Häfen musste die Besatzung beim Laden mit anpacken. War die Ladung verstaut, kam das Deckwaschen an die Reihe. Mit einem dicken Feuerwehrschlauch, dem Darm, wurde das gesamte Schiff mit Wasser gereinigt. Dann blieb meistens nur kurze Zeit für einen Landgang, denn jeder Hafentag kostete teueres Liegegeld. Neben den Decksarbeiten wurden die Matrosen auch auf der Brücke als Rudergänger und Ausguck eingesetzt. Da es auf den kleinen Küstenmotorschiffen keinen Koch an Bord gab, wurde das jüngste Besatzungsmitglied, der Schiffsjunge, zum Koch ernannt. Er hatte die schwere Aufgabe, drei warme Mahlzeiten am Tag zu kochen und das Geschirr abzuwaschen. Sehr abwechslungsreich war der Speiseplan nicht immer, wie die folgende Seemannsweisheit zeigt. Hüt Klüt, morgen Fisch, vergneugt go wi to Disch (Heute Mehlklöße, morgen Fisch..) Auf "Hermann-Hans" und "Rita Dölling" gab es aber immer gut und reichlich zu essen, denn die Kapitäne Behrens und Dölling zeigten den Schiffsjungen, wie richtig gekocht wurde. Der Fisch wurde in der Küstenschifffahrt oft während der Fahrt geangelt oder von den Fischkuttern gegen zollfreie Zigaretten oder Schnaps getauscht. |
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