K U L T U R    I N    D E R    R E G I O N



Museumsschiff "Greundiek"

Leben an Bord - Die Offiziere


Links: Im „Salon“ des Kapitäns
Rechts: Ungeliebte Schreibarbeit

Generationen von Küstenschifferfamilien lebten nach dem Motto "Lewer en lütt Herr, as en groot Knecht". Zum Kauf der Schiffe wurden Darlehen aufgenommen (um 1950 gab es günstige staatliche Wiederaufbaudarlehen für Eigner, die durch die Kriegsereignisse ihr Schiff verloren hatten). Der Kapitän war häufig auch Eigner und Reeder in einer Person, so auch auf diesem Schiff.

Die Darlehen mussten zurückgezahlt werden, dazu kam der wachsende Druck immer größerer Kümos und der LKWs. Der Kapitän konnte sich keinen Urlaub leisten; er sah seine Familie immer nur kurz, bestenfalls für ein paar Tage wenn das Schiff im Dock lag. Um ein Gehalt einzusparen, übernahmen viele Kapitäne die Aufgabe des Maschinisten zusätzlich sobald die Schiffsbesetzungsordnung dies erlaubte.



Der Kapitän hatte im großen und zentralbeheizten Achterschiff der "Greundiek" einen "Salon", eine Schlafkammer und ein Bad/WC mit Badewanne(!) zur Verfügung, der Steuermann wohnte in dem Zwischendeck direkt unter der Brücke in zwei Räumen. Der Maschinist, der einige Jahre an Bord war, hatte ebenfalls im Achterschiff seine Kammer.


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