K U L T U R    I N    D E R    R E G I O N



Museumsschiff "Greundiek"

Leben an Bord - Die Matrosen




Links: Decksmannschaft
Rechts: Ein langer nasser Weg

Die vier Mann der Decksbesatzung, die aus Matrosen, Leichtmatrosen, Jungmann und Schiffsjungen bestand, lebten "vor dem Mast" im Vorschiff. Dort gab es einen kleinen Waschraum mit Toilette. Gegessen wurde in der "Messe" - das heißt: auch bei stürmischem Wetter musste die Mannschaft ihr Essen nach vorne tragen. Die 4 Kojen befanden sich ein Deck tiefer in einem kleinen Raum ohne Bullaugen, der nur durch den Niedergang belüftet wurde. Eine Privatsphäre für den einzelnen Seemann gab es nicht.

Die anfänglich strenge Trennung zwischen Brücke und Vorschiff wurde schrittweise abgebaut. Unter Kapitän Herbert Behrens jr. kam auch die Decksmannschaft zum Essen in die Kombüse. Kapitän Dölling vergrößerte durch einen Umbau die Kombüse, damit alle zusammen an einem langen Tisch essen konnten.



Ein gutes Verhältnis zwischen Schiffsführung und Mannschaft war für alle gedeihlich. Es wurde ohnehin im Lauf der Jahre immer schwieriger, gute Besatzungsmitglieder zu finden: die Seeleute bevorzugten den Dienst auf großen modernen Schiffen. Um die Personalbeschaffung zu vereinfachen, wurde in den 70er Jahren die Bezeichnung "Decksmann" für angelerntes Personal eingeführt. Kleine Kümos unter 500 BRT konnten auf ausgebildete Matrosen mit Brief verzichten und mit Decksmännern fahren. Das waren nicht immer die bestgeeigneten Leute, und das Zusammenleben an Bord wurde schwieriger. Später, als die Besatzung nur noch aus zwei Decksleuten bestand, durften auch diese im Achterschiff schlafen.





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