K U L T U R    I N    D E R    R E G I O N



Museumsschiff "Greundiek"

Technik im Maschinenraum


Links: Hauptmaschine
Rechts: Hilfsmaschine (vor Restaurierung)


Im Maschinenraum der "Greundiek" sorgt ein Viertaktdieselmotor mit 6 Zylindern der Firma Deutz aus Köln für 250 PS Antriebsleistung bei 350 U/min. Seit mehr als einem halben Jahrhundert verrichtet immer noch die erste Maschine der legendären Baureihe 536 zuverlässig ihren Dienst. In dieser langen Zeit gab es nur eine einzige größere Havarie. 1979 brach auf einer Reise nach England mitten auf der Nordsee die Kurbelwelle. Das Schiff musste nach Cuxhaven geschleppt werden, wo auf der Empting Werft die Kurbelwelle, Laufbuchsen, Kolbenringe sowie die Zylinderköpfe überholt wurden. Gestartet wird die Maschine mit Druckluft.

Die Leistung wird getriebelos über die Propellerwelle auf den dreiflügeligen Propeller von 150 cm Durchmesser übertragen (unter dem Brückendeck der "Greundiek" ist ein Ersatzpropeller zu sehen). Der Antrieb verleiht dem Schiff eine Marschfahrt von 8 Knoten (rund 15 km/Stunde).

Im Maschinenraums steht auch ein 12-PS-Deutz-Dieselmotor mit 2 Schwungrädern. Die Lenzpumpe für Ballast und Bilgen sowie der Luftkompressor für die 2 großen Luftflaschen (500 und 250 Liter bei 30 bar Druck) können mit 2 Kupplungen zugeschaltet werden. Der Generator, eine größere LKW-Lichtmaschine, läuft ständig mit und versorgt das gesamte Schiff über eine kleine Schalttafel mit 24Volt Gleichstrom. Gestartet wird der Hilfsdiesel mit einer Handkurbel, die "Knochenbrecher" genannt wird. Beim Fehlstart schlägt die Kurbel zurück und hat schon so manchen Unterarmknochen der Maschinisten zertrümmert.


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