K U L T U R    I N    D E R    R E G I O N



Museumsschiff "Greundiek"

Technik im Ruderhaus - Maschinenfahrstand


Links: Maschinenfahrstand
Rechts: Umsteuern der Maschine im Ruderhaus


In der Küstenschifffahrt war es immer üblich. dass der Kapitän oder der Steuermann vom Ruderhaus aus auch die Maschine bedienen konnte; der Maschinist war für das Funktionieren der Maschine im Maschinenraum zuständig. Auf der Greundiek befindet sich noch der alte Fahrstand der Firma Deutz. Von Hand und mit erheblichem Kraftaufwand wird vom Ruderhaus aus die Maschine angelassen, umgesteuert, und ihre Drehzahl geregelt (natürlich kann sie auch vom Maschinenraum aus bedient werden).



Zum Umsteuern zwischen Vorwärts und Rückwärts wird die Maschine gestoppt, die Nockenwelle auf die neue Drehrichtung umgestellt, und die Maschine erneut gestartet. Bei den Hafenmanövern besteht die Kunst darin, möglichst wenig Luft für das wiederholte Anlassen zu verbrauchen, denn wenn der Luftvorrat aufgebraucht ist, kann die Maschine nicht mehr gestartet werden. Das Verstellen der Nockenwelle erfolgt mit einem großen Hebel, der durch lange Stangen mit der Maschine verbunden ist. Auch beim Handrad zur Drehzahlregulierung und dem Anfahrhebel, mit dem der Druckluftstart erfolgt, wird die Übertragung zur Brücke durch Stangen oder Kardanwellen hergestellt.

Große Zeigerinstrumente beim Fahrstand erlauben die Kontrolle von Schmieröldruck, Kühlwassertemperatur, Drehzahl und Anlassluftdruck. Beim Überschreiten der Grenzwerte ertönt eine Alarmhupe.






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