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„Dvořak … Who?“
Ein Film über den Spaß an klassischer Musik
Regie: Jan Harlan
Schnitt: Katia de Vidas
Orchester: Junge Philharmonie Elbe-Weser
Solist: Alexander Baillie
Dirigent: Andreas Mildner
„Musik sichtbar machen“
Jan Harlan über das Dvořak-Projekt mit der Jungen Philharmonie Elbe-Weser:
„Ein Konzert mit dem Dvořak-Cellokonzert zu filmen ist keine originelle Idee, und es gibt gewiss etliche Aufzeichnungen von diesem Werk. Ich möchte aber etwas ganz anderes:
Ich habe versucht, den Spaß zu filmen, das Musikhören, das Engagement der Musiker, die Mühe und die Freude. Die meisten Menschen sind musikalisch, und doch ist dieser große Schatz der sogenannten ‚klassischen Musik’ der Mehrheit unserer Bevölkerung unzugänglich. Es ging uns darum, ein Fernsehprogramm zu machen, das den Zuschauer dazu verführen soll, sich in dieses großartige Werk von Dvořak zu verlieben – und ich sage ‚verlieben’ ganz bewusst. Wir haben unser Ziel sehr hoch gesetzt. Es ist ein Versuch, und ich bitte Sie alle, Wind in unsere Segel zu blasen. Die unverbrauchte Frische eines Jugendorchesters hilft dabei, ein Solist von Weltklasse und ein junger, hochbegabter Dirigent beflügeln das Orchester auf eine außergewöhnliche Weise. Wir haben versucht, diesen aufregenden Prozess zu filmen, die Musiker bei ihrer Arbeit zu zeigen, sie dem Publikum vertraut zu machen, die musikalischen Themen vorzustellen und so den Zuhörer/Zuschauer an das bevorstehende Konzert zu binden, noch bevor er zur Fernbedienung greift, um den Kanal zu wechseln. Nur mit Spaß und Freude kann das gelingen. Ich war schon immer der Meinung, dass man mit Musik nicht nur hören, sondern auch sehen soll, und wir leben nun einmal in einer Zeit, die vom Fernsehen wesentlich bestimmt wird.
Musik wie alle Kunst, kann in uns etwas berühren, was schwer zu benennen ist, was uns aber letzlich ausmacht. Sich in ein Kunstwerk zu verlieben, heißt auch das Werk in Besitz zu nehmen – kostenlos, als Geschenk fürs Leben, und in diesem Fall in Form der Weltsprache Musik.
Kurz zu mir selbst und meiner Mitarbeiterin Katia de Vidas:
Seit 1970 arbeite ich in der Filmindustrie, meist als Executive Producer für Warner Brothers und Stanley Kubrick. Nach dessen Tod habe ich zusammen mit meinem Sohn Manuel einen Dokumentarfilm über Stanley Kubrick gedreht, dann mit Steven Spielberg an ‚A.I – Artificial Intelligence’ gearbeitet und zwei Musikfilme mit Studenten gemacht. Ich hoffe sehr, dass meine berufliche Erfahrung, gemischt mit Glück und Begeisterung, einen Film hat entstehen lassen, der den Zuschauer für Dvořak und für dieses Meisterwerk entflammt.
Katia de Vidas aus Paris hat Cinema an der Sorbonne Nouvelle studiert sowie eine technische Ausbildung am European Film College in Dänemark abgeschlossen. Ihre beiden Kurzfilme zeigen Ideenreichtum und Originalität. Katia ist ‚Teaching Assistant’ an der New York Film Academy in Paris für Filmschnitt und die Anwendung von Computer Software für Bildschnitt.“
Link zum Artikel in der taz bremen vom 30.Juni 2005
Link zum Sendungsmitschnitt auf NDR Info vom 29.06.2005 (Länge: 3’34)
Die DVD kann für 18,- Euro beim Landschaftsverband bestellt werden.
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