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Dienstleistungen und Projekte des Landschaftsverbandes Stade

Der Landschaftsverband Stade führt eine Reihe eigener Projekte durch, die ebenfalls der Schaffung von kultureller Infrastruktur, der Beratung und Vernetzung der Kulturinstitutionen im ländlichen Raum, der Erforschung der Kulturlandschaft und der Entwicklung des kulturellen Regionalprofils zwischen Elbe und Weser dienen. Dabei berät er die Museen und Bibliotheken im Elbe-Weser-Dreieck und entwickelt eigene Projekte in diesen Bereichen. Zu seinen Angeboten gehören außerdem niederdeutsche Lesewettbewerbe und Schultheatertage sowie niederdeutsches Jugend- und Erwachsenentheater. Er ist Mitträger der Orgelakademie Stade e.V. und von NOMINE (Norddeutsche Orgelmusikkultur in Niedersachsen und Europa) e.V., und er bietet Schülern und Jugendlichen Workshops zur musikalischen Weiterbildung an (siehe KAOS). Zum 50. Jahrestag des Beginns des zweiten Weltkrieges hat der Landschaftsverband ein Schulprojekt “Flucht und Vertreibung” aufgelegt. Wichtigste Projekte innerhalb der einzelnen Aufgabenfelder sind:

a) der Landschaftsverband als Kulturfachstelle

Museumsberatung

Der hauptamtliche Museumsberater des Landschaftsverbandes berät die ca. 100 Museen der Region in Fragen der Konservierung und Restaurierung, aber auch in anderen Bereichen wie Raumklimatisierung, Belichtung und Beleuchtung von Exponaten, Magazinierung und Inventarisierung (Thermohygrographen und Luxmeter können ausgeliehen werden) und Bekämpfung von holzzerstörenden Insekten in Exponaten und Gebäudeteilen. Er vermittelt kompetente Partner zu allen museumsrelevanten Themen und führt mit ihnen und den Museen gemeinsame Projekte (aktuell u.a. jährlich eine museumspädagogische Woche) und Fachtagungen durch.

Er vermittelt im „Projekt zur Bewahrung der Museumsbestände“ im Elbe-Weser-Dreieck Förderungen zur Konservierung und Restaurierung von gefährdeten Objekten (Bisher wurden im Rahmen dieses Projektes 113 Maßnahmen mit einem Gesamtvolumen von 970.397,05 € durchgeführt. NÄHERES). Ansprechpartner in der Geschäftsstelle: Hubert Hansel.

Darüber hinaus verleiht der Landschaftsverband an die Museen der Region Vitrinen, Stellwände und Bilderrahmen für Sonderausstellungen. Ansprechpartnerin hierfür: Heike Schultz

Der Bereich Bibliotheken ist Teil der regional bezogenen Kulturarbeit des Landschaftsverbandes Stade.

Ziel dieser Arbeit ist es, die Bibliotheken im Elbe-Weser-Dreieck - insbesondere die wissenschaftlichen und die Fachbibliotheken - in ihrem regionalen Bezug als historisch gewachsen erfahrbar zu machen und gleichzeitig dazu beizutragen, ihr kulturelles, bildungspolitisches und nicht zuletzt wissenschaftliches Potential zu erkennen und es in einem modernen, regionalen wie überregionalen Kontext sinnvoll und zielgerichtet für alle Bürger und für die Bibliotheken selbst zu nutzen.

Hierzu hält der Landschaftsverband Stade mit seinem Bereich Bibliotheken eine Reihe von konkreten, adäquaten Angeboten vor: 

- Bibliotheksberatung
- Projekt Leseorte
- Bibliotheksführer Leseorte
- Bibliotheksportal Leseorte
- Die Bibliografie Zeitschriftenschau
- Zeitschriftenschau-Online
- Plattdüütsch Schatzkist
- Bibliothek

Niederdeutsche Projekte:

Gemeinsam mit Obleuten in den Schulen führt der Landschaftsverband Maßnahmen im Bereich „Plattdeutsch in der Schule“ durch, u.a. Lehrerfortbildungsveranstaltungen und einen Schüler-Lesewettbewerb. Weiterhin veranstaltet der Landschaftsverband regelmäßig Seminare zur Fortbildung niederdeutscher Laienbühnen. Ansprechpartner: Hans-Hinrich Kahrs, Tel. 04765/780.

b) der Landschaftsverband als kulturelles Forum

Seit 1982 erscheint die Vierteljahreszeitschrift „Heimat und Kultur zwischen Elbe und Weser“ (Auflage: 3000) des Landschaftsverbandes als regionales Kulturmagazin, das Beiträge über die Kulturgeschichte der Region veröffentlicht und den Kulturträgem die Möglichkeit bietet, über ihre Projekte zu berichten. Die Zeitschrift kann für € 10,- pro Jahr (inkl. Versand) bei der Geschäftsstelle des Landschaftsverbandes abonniert werden.

In seiner wissenschaftlichen Schriftenreihe veröffentlicht der Landschaftsverband Dissertationen und Monographien zur Geschichte des Elbe-Weser-Dreiecks. Unter den bisher erschienen 31 Bänden befindet sich die "Geschichte des Landes zwischen Elbe und Weser" in 3 Bänden von der Vor- und Frühgeschichte bis zur Neuzeit.

Der Landschaftsverband führt regelmäßig Fachtagungen für Museen, Bibliotheken und Kulturvereine sowie gelegentlich fachspezifische Exkursionen durch.

c) Forschungsprojekte

Zu solchen Themen, die im Elbe-Weser-Dreieck bisher nicht oder nur unzulänglich erforscht sind, führt der Landschaftsverband Forschungsprojekte durch. Die meisten der nachstehend genannten Projekte werden oder wurden in Zusammenarbeit mit der historischen Landschaft realisiert, die hierzu über ihren Mitgliedsbeitrag hinaus erhebliche Mittel zur Verfügung stellt. Forschungsprojekte sind bzw. waren seit 1990:

-die Inventarisierung und Fotodokumentation aller Grabsteine von vor 1900 des Elbe-Weser-Dreiecks (1994-1998);

-die Erforschung von Bauten der Industrialisierung 1840-1950 im ländlichen Raum – Häfen, Schöpfwerke, Speicher, Fabriken, Kraftwerke etc. (1995-1997). Eine Buchdokumentation unter dem Titel „Zeit-Räume - Industriearchitektur zwischen Elbe und Weser 1840 - 1970“ liegt vor und kann in der Geschäftsstelle bestellt werden;

-die Ermittlung von Urkunden und Quellen zur Geschichte der ehem. Bistümer Bremen und Verden in Mittelalter und früher Neuzeit, u.a. die erstmalige Herausgabe eines Urkundenbuches der Bischöfe und des Domkapitels von Verden, Bd.1: bis 1300, (1996-2001) und bis 1380 mit Band 2. Ansprechpartner in der Geschäftsstelle: Dr. Arend Mindermann;

-die erstmalige volkskundliche Erforschung und Inventarisierung „Historischer Sachkultur“ des Elbe-Weser-Dreiecks in Privatbesitz (Mobiliar, Wohngerätschaften aus der Zeit bis 1920 (1997-2001). Als erstes Zwischenergebnis ist das Buch „Historische Wohnkultur in Norddeutschland - Erfahrungsberichte zur Dokumentation ländlicher Möbel“ erschienen.

-die Erforschung der historischen Folgewirkungen des Deichbaus an Niederelbe und Niederweser in der Neuzeit mit der 2003 erfolgten Herausgabe der Bücher “Ein guldten Bandt des Landes” für das Alte Land und “Wassersnot und Marschengesellschaft” für das Land Kehdingen. Projektbearbeiter und Ansprechpartner in der Geschäftsstelle sind Dr. Michael Ehrhardt (für das Alte Land und das Land Wursten) und Dr. Norbert Fischer (für das Land Kehdingen und das Land Hadeln). Des weiteren ist von Dr. Michael Ehrhardt “Dem großen Wasser allezeit entgegen - Geschichte der Deiche in Wursten.” und von Dr. Norbert Fischer Im Antlitz der Nordsee - Zur Geschichte der Deiche in Hadeln erschienen.

d) Entwicklung kulturellen Regionalprofils

Seit 1989 führte der Landschaftsverband - projektgebunden gefördert durch das Land Niedersachsen - jährlich die Veranstaltungsreihe „Kulturlandschaft zwischen Elbe und Weser" als kulturelles Schaufenster der Region durch. Die reichhaltig illustrierte Broschüre mit allen Terminen kann kostenlos über die Geschäftsstelle bezogen werden. (Ansprechpartnerin: Frau Neumann). Feste Bestandteile der Kulturlandschaft sind:

-das kulturtouristische Programm „Wege in die Kulturlandschaft“, in dem Wanderungen und Touren zu kulturellen Themen erarbeitet werden . Bisher liegen 44 Touren aus den Bereichen Archäologie, Architektur, Geschichte, Bildende Kunst, Literatur und Natur - auch online - vor;

-die niederdeutsche Gemeinschaftsinszenierung „Theater auf dem Flett“ des Landschaftsverbandes, bei der jeweils Mitwirkende von mehreren der über 200 Laienbühnen des Elbe-Weser-Dreiecks gemeinsam ein Stück erarbeiten und damit auf Tournee durch einige Heimathäuser des Elbe-Weser-Dreiecks gehen

-die kirchenmusikalische Konzertreihe „Orgellandschaft zwischen Elbe und Weser“, in deren Rahmen die hauptamtlichen Kirchenmusiker der Region unter dem Dach des Landschaftsverbandes jeweils Konzerte, Workshops und Exkursionen an und zu den historischen Orgeln des Elbe-Weser-Dreiecks durchführen. Aus diesem Projekt ist mittlerweile die Orgelakademie Stade und später NOMINE entstanden.

Zusätzlich fanden im Rahmen der „Kulturlandschaft zwischen Elbe und Weser“ Veranstaltungen zu Schwerpunktthemen statt, die sich aus der Kulturarbeit des Landschaftsverbandes ergeben. Beispiele hierfür waren:

der Ausstellungszyklus „Von der Volkskunst zur Moderne. Kunst und Handwerk im Elbe-Weser-Raum 1900 bis 1930“ – eine umfassende Dokumentation norddeutschen Kunsthandwerks nach der Jahrhundertwende, erarbeitet in Zusammenarbeit mit der Universität Bremen (1993);

die Ausstellungsreihe „Follow me – Britische Kunst an der Unterelbe“, in der namhafte britische Künstler in Galerien, Kunstvereinen und Museen entlang der Unterelbe Arbeiten zeigten, die in Auseinandersetzung mit der spezifischen Elblandschaft (Antony Gormley in Cuxhaven, Watt) bzw. ihrer maritimen Denkmale (Anish Kapoor in Stade, MS „Greundiek“) und ihrer Kunsthäuser (Alan Charlton in studio a Otterndorf oder Michael Craig-Martin im Buxtehude-Museum). Mit der Ausstellungsreihe, die 1997 stattfand, verfolgte der Landschaftsverband über das Kunstereignis hinaus das Ziel, das regionale Geflecht aus Galerien, Kunsthäusern und Künstlern zu stärken und weitere Kooperationen anzuregen.

Follow me - Antony Gormley - Männer im Watt

Als Folgeprojekt von “Follow Me” fand im Jahr 2005 das Kunstprojekt “A Whiter Shade of Pale” - Skandinavische Kunst an der Unterelbe statt.

 

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