Kurz: Landschaftsverband Stade

Im Jahr 2000 ist das Projekt zur Bewahrung der Museumsbestände schon etabiliert. Die Anträge nehmen zahlenmäßig zu, es können hauptsächlich noch Restaurierungsmaßnahmen bewilligt werden.

So beantragt das Historische Museum Verden im Domherrenaus erfolgreich die Restaurierung folgender Exponate der Dauerausstellung: Eine Standuhr, ca.1800; eine Sitzgarnitur, um 1880; Wandspiegel mit Konsole, um 1900; Vertiko um 1880; Spieltisch, um 1830. Hier einige Bilder:

 

Ebenfalls 2000 wird vom Kranichhaus-Museum in Otterndorf erfolgreich die Förderung der Restaurierung von zwei Seidenkleidern beantragt: Ein weißes Seidenkleid mit Applikationen an Ärmeln, Büste und Saum; Biedermeier - ein gelbes Seidenkleid mit weißem Bandbesatz an Ärmeln und Büste, Empire. Die beiden Kleider sind die ältesten im Fundus des Museums und sollen zur Wiedereröffnung im Sommer 2000 präsentiert werden.

Im selben Jahr wurde zur Präsentation im Schwedenspeicher in Stade die Förderung der Restaurierung archäologischer Funde beantragt. Hintergrund ist:
1.) Während der Kontrolle eines unter Acker befindlichen Brandgräberfeldes aus der römischen Kaiserzeit wurde festgestellt, daß bronzene Importgefäße durch das Pflügen akut gefährdet waren. Die sofort eingeleitete Notbergung hatte ergeben, daß mehrere Gefäße und Beigaben restauratorisch behandelt werden mußten. Im Rahmen von Notgrabungen wurde dem Forschungsschwerpunkt "Siedlungen" nachgegangen. Aus Agathenburg, Harsefeld und Bargstedt lagen Ergebnisse zur Endbronzezeit, Eisenzeit und dem frühen Mittelalter vor.
2.) Im Zuge der geplanten Neugestaltung der ur- und frühgeschichtlichen Ausstellung im Schwedenspeichermuseum Stade sollten Funde aus der Region ausstellungsfähig gemacht werden.

Ebenfalls wird die Förderung von Substanzsicherung und Restaurierung von Keramikfunden beantragt. Es handelt sich dabei um frühmittelalterliche und endbronzezeitliche Siedlungsfunde aus einem Baugebiet in Harsefeld. (2001)

Museumsgründer Denck mit Restaurator KossannEbenfalls 2001 beantragte das AERONAUTICUM Nordholz die Förderung der Restaurierung von hölzernen Konstruktionsteilen eines Schütte-Lanz-Luftschiffes Dabei handelte es sich in zwei Fällen um weltweit einmalige und damit besonders schützenswerte Exponate. Da die Restaurierung durch einen Restaurator für Möbel und Holzobjekte vorgenommen wurde konnte schon im Vorfeld der Restaurierung Erkenntnisse über die Herstellungsart dieser Konstruktionsteile gewonnen werden.

Restaurator Roger Kossann (li.) bei der Übergabe eines restaurierten Schütte-Lanz-Konstruktionsteils. Rechts der Gründer und damalige Leiter des AERONAUTICUM Alf-Rico Denck.

 

 

Die Förderung von Restaurierung und Passepartoutrierung von Vogleler-Architektur-Zeichnungen beantragt im gleichen Jahr die Barkenhoffstiftung Worpswede. Auch diese Maßnahme wurde gefördert

Im nächsten Jahr, 2002, wird ebenfalls von der Barkenhoff-Stiftung Worpswede die Förderung der Restaurierung eines Bilderrahmens erfolgreich beantragt. Es handelt sich dabei um den Rahmen des Bildes Melusine von Heinrich Vogeler.

Das Kranichhaus-Museum Otterndorf beantragte in diesem Jahr die Förderung der Restaurierung einer Koffertruhe. Dem Antrag wird stattgegeben.

(Für weitere Bilder zur Restaurierung dieser Truhe HIER klicken)
 

2003 dann sollen im Historischen Museum Verden im Domherrenhaus die Kalk-Löwen (Sandstein) im Innenhof des Museums konserviert werden. Auch bei dieser Maßnahme förderten Land und Landschaftsverband Stade zu je einem Drittel.

Aeronauticum Nordholz: Fairey Gannet
Im selben Jahr wurde das im Eingangsbereich des AERONAUTICUM Nordholz als Blickfang stehende, etwa 45 Jahre alte und im norddeutschen Raum einzigartige Flugzeug Fairey GANNET mit einem neuartigen Anstrich versehen, der den bisher auch im Flugbetrieb eingesetzten Lacken zumindest in Bezug auf die Haltbarkeit weit überlegen zu sein scheint und so eine langfristige Konservierung des Exponats verspricht.

Auf Antrag der Otto-Modersohn-Stiftung wurde die Restaurierung von zwei Bildern von Otto Modersohn, "Amrum" und "Moorwand mit großer Wolke" gefördert.

Für den Barkenhoff in Worpswede wurden 2004 Grafiken von Heinrich Vogeler aus der Zeit von 1915 - 1917 unter Förderung von Land und Landschaftsverband Stade restauriert.

Kehdinger Küstenschiffahrts-Museum: TrockenkompaßKehdinger Küstenschiffahrtsmuseum: Die aus Papier gefertigte Gradeinteilung eins Trockenkompasses von 1850 ist durch Lichteinwirkung gefährdet. Nachdem er in einem vor Licht schützenden Schrank untergebracht ist, soll er nun restauriert werden. Die Maßnahme wurde gefördert und abgeschlossen.

Die Konservierung bzw. Restaurierung eines zerlegbaren anatomischen Studienmodells eines Pferdekopfes aus Pappmachè, das sich im Pferdemuseum Verden befindet, wurde ebenfalls unterstützt.

Für die Barkenhoff-Stiftung wurden dringend erforderliche Restaurierungs- bzw. Konservierungsmaßnahmen an 9 Bildern von Heinrich Vogeler aus dem Bestand der Stiftung gefördert und durchgeführt. Die Werke sollen nach Fertigstellung der Arbeiten im Barkenhoff präsentiert werden.

Das Bachmann-Museum beantragt für 2005 erfolgreich die Förderung der Restaurierung neuzeitlicher Ofenplatten. Hier einige Fotos von vor und nach der Restaurierung:

 

 

 

 
(Bachmann-Museum 2005)

Im gleichen Jahr wird die Förderung der Restaurierung und Aufarbeitung von zwei Kutschen beantragt. Beide Maßnahmen werden durchgeführt (Kutschenmuseum Lilienthal):
Kutschenmuseum Lilienthal: Restaurierte KutscheKutschenmuseum Lilienthal: Restaurierte Kutsche