L A N D S C H A F T S V E R B A N D     S T A D E :   S C H R I F T E N R E I H E


Neuerscheinung:


Die Elbe

Über den Wandel eines Flusses vom Wiener Kongress (1815) bis zur Gegenwart


von Andreas Martin und Norbert Fischer



Die Elbe war im 19. Jahrhundert als Transport und Handelsweg eine der wichtigsten Voraussetzungen für die industrielle Entwicklung in Mitteldeutschland. An ihrem Unterlauf machte sie Hamburgs rasch expandierenden Hafen zum „Tor zur Welt“.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts geriet die Binnenschifffahrt auf der Elbe in eine dauerhafte Krise. Neben wirtschaftlichen Gründen spielte dabei der naturgegebene Charakter der Flusslandschaft, um deren Erhalt nicht erst in jüngerer Vergangenheit gekämpft wurde, eine entscheidende Rolle.

In 28 Beiträgen werden die Veränderungen beschrieben, die der Elbstrom in seiner Gestalt und Wahrnehmung seit dem Wiener Kongress erlebt hat. Sie zeigen Zusammenhänge und Gegensätze von Natur und Technik, Wahrnehmungen und Prägungen, Binnenschifffahrt und Fährbetrieb sowie kulturelle und soziale Formierungen. Erstmals werden auch die divergierenden Auffassungen zum künftigen Umgang

mit dem Fluss in einer Veröffentlichung dokumentiert


Flüsse treiben die Entwicklung von Orten, Regionen und Ländern an. Die Elbe war im 19. Jahrhundert als Transport- und Handelsweg eine der wichtigsten Voraussetzungen für die wirtschaftlich-industrielle Entwicklung in Mitteldeutschland. An ihrem Unterlauf machte sie Hamburgs rasch expandierenden Hafen zum „Tor zur Welt". Umso bedeutender war es, als auf dem Wiener Kongress 1815 erstmals ein Regelwerk für den grenzübergreifenden Umgang mit Flüssen - und damit auch der Elbe - vereinbart wurde. Es war der Beginn einer neuen Ära. Sie brachte neben wasserbautechnischen Regulierungs- und Ausbaumaßnahmen einen grundlegenden Aufschwung von Verkehr und Handel.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts geriet die Binnenschifffahrt auf der Elbe in eine dauerhafte Krise. Neben wirtschaftlichen Gründen spielte dabei der naturgegebene Charakter der Flusslandschaft eine entscheidende Rolle. Um dessen Erhalt ist nicht erst in jüngerer Vergangenheit gekämpft worden, Elbansichten waren zudem Thema der Kunst.

Die Beiträge des Bandes beschreiben die Veränderungen, die der Elbstrom in seiner Gestalt und Wahrnehmung seit dem Wiener Kongress

erlebt hat. Sie zeigen Zusammenhänge und Gegensätze zwischen Natur und Technik, Wahrnehmungen und Prägungen, Binnenschifffahrt und Fährbetrieb sowie sozialen und kulturellen Formierungen. Zugleich nennen sie Akteure und politische Kontexte – Letzteres auch mit Blick aufdiejahrzehntelang währende Situation des Flusses als militärisch stark gesicherte Grenze zwischen den beiden Weltsystemen. Überlegungen zu einer darauf bezogenen regionalen Literaturgeschichte vervollständigen die vielfältige inhaltliche Struktur des vorliegenden Bandes. Erstmals werden divergierende, ja gegenläufige Auffassungen zum künftigen Umgang mit der Elbe in einer gemeinsamen Veröffentlichung dokumentiert.



Die Autoren:


Andreas Martin, Dr. phil.; Studium der Ethnographie an der Humboldt-Universität zu Berlin, Geschäftsführender Assistent am Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde (lSGV) in Dresden; Publikationen u. a.: Pfefferküchler (1996), Aus dem Nachlass Adolf Spamers (Hg., 1997), Digitale Bilderwelten (Hg., 2003), Spankörbe aus dem Erzgebirge (2010), Aufsätze zur Elbschifferkultur (2010), Die Flusslandschaft Mulde. Geschichte und Wahrnehmung (Hg., 2013).



Norbert Fischer, Dr. phil. habil., apl. Professor am institut für Volkskunde/Kulturanthropologie der Universität Hamburg, Wissenschaft-licher Mitarbeiter des Landschaftsverbandes Stade; Buchpublikationen u. a.: Inszenierungen der Küste (Mit-Hg., 2007), Der wilde und der gezähmte Fluss (2011), Flüsse in Norddeutschland. Zu ihrer Geschichte vom Mittelalter bis in die Gegenwart (Mit-Hg., 2013), Seedeiche und Sturmfluten. Zur Geschichte der Deiche in Cuxhaven (2016).


Die Elbe – Über den -Wandel eines Flusses vom Wiener Kongress (1815) bis zur Gegenwart von Andreas Martin und Norbert Fischer (Schriftenreihe des Landschaftsverbandes der ehemaligen Herzogtümer Bremen und Verden, Band 53) 680 Seiten, 240 Abbildungen, fester Einband mit Schutzumschlag, 34,90 Euro, ISBN 978-3-931879-71-6



NÄHERES:  Landschaftsverband Stade, Im Johanniskloster, 21682 Stade, Telefon (04141)46300, Fax: (04141)47163, ( www.landschaftsverband-stade.de ), Bestellungen auch per


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