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Seit 1991 wurden im Projekt zur Bewahrung der Museumsbestände viele verschiedene Einzelmaßnahmen gefördert. Um einen Eindruck der Vielfalt dieser Maßnahmen zu vermitteln gibt es hier eine (nicht vollständige) Auswahl von besonders spektakulären Maßnahmen, die gefördert wurden:

1991:

Im Jahre 1991 entschloß man sich auf dem Meyerhof in Scheeßel, die originalen alten Modeln nicht mehr zum Blaudruck einzusetzen sondern sie nachschnitzen zu lassen und die Originale zu konservieren. Diese Maßnahme war eine der ersten, die im Projekt zur Erhaltung von Museumsbeständen gefördert wurde.

Pferdemuseum Verden: Reitsattel MittelasienPferdemuseum Verden: KarrensattelBestandssicherung und Restaurierungsarbeiten an zwei historischen Sätteln:
Im Deutschen Pferdemuseum in Verden befanden sich zwei Sättel:
Ein Reitsattel aus Mittelasien, Anf. 20. Jh., bestehend aus Holz mit Bemalung und Elfenbeineinlegearbeiten sowie ein Karrensattel, Mittelmeerraum, 19. Jh., Holz mit Überzug aus Blech mit reliefartigen Ornamenten und Figurendarstellungen.

Das ehemalige Stadt-Museum Cuxhaven verfügt über einen archäologischen Fundbestand von ca. 2000 Tongefäßen, 500 Beigaben aus den verschiedensten Materialien und ca. 25000 Steinwerkzeugen. Im Lauf der letzten 15 Jahre ist dieser Bestand kontinuierlich konserviert und restauriert worden und wartet nun darauf, in einem neuen Gebäude ausgestellt zu werden.

Zum 10. Jahr der Förderung schrieb der Leiter des Stadtmuseums und Stadtarchäologe Andreas Wendowski-Schünemann einen Artikel für die Zeitschrift des Landschaftsverbandes “Zwischen Elbe und Weser”, der HIER nachgelesen werden kann.

1992:

Erstmalig 1992 wurde ein Teilkomplex der Objekte aus der Stader Hafengrabung restauriert. Es handelte sich dabei um umfangreiche Befunde aller bekannten Materialgruppen, deren Bearbeitung bis heute (2006) noch nicht abgeschlossen isStade: Bischofskrümme Gottfrieds von Brement.

1993:

Im Jahre 1993 wurde die Förderung der Restaurierung von eisernen Grabbeigaben beantragt, die aus der Stader St. Georgskirche stammen und mit hoher Wahrscheinlichkeit dem Grab des Erzbischofs Gottfried von Bremen (1349 - 1363) zuzuordnen sind. Dabei war auch die Bischofskrümme des Erzbischofs. Auch diese Maßnahme wurde im Rahmen des Projekts zur Bewahrung der Museumsbestände gefördert.

 

Schwedenspeicher Stade: GemäldeschrankEin im Stader Schwedenspeicher-MuseumSchwedenspeicher Stade: Heilige Gertrud befindlicher Gemäldeschrank (insbesondere seine Farbfassung) sowie die berühmte Holzskulptur "Heilige Gertrud" wurden 1993 mit Förderung dieses Projektes restauriert.

 

 

Das Museum Altes Land in Jork beantragt und erhielt die Förderung von Restaurierungsmaßnahmen an zwei Koffertruhen und einem Karriol beantragt. Dieses Karriol steht noch heute als zentrales Ausstellungsstück im Museum. Ein Jahr später wird die Förderung der Restaurierung eines Pferdeschlittens beantragt und bewilligt, der in einer Einheit mit diesem Karriol gesehen werden muß. Weiterhin wird die Förderung der Restaurierung einer Koffertruhe durchgeführt.

Im Stader Heimatmuseum Inselstraße befand sich seit längerer Zeit die nach ihrer Spenderin, Frau Osse-Gosch benannte Altländer Trachtensammlung. Diese Trachtensammlung


wurde in mehreren Teilabschnitten restauriert und die Restaurierung gefördert.

 

 

 

1994:

Das Museum für Kloster- und Heimatgeschichte Harsefeld plant die Restaurierung von archäologischen Eisenfunden, die unter Korrosion und Salzausblühungen leiden. Diese Maßnahme wurde gefördert, nachdem im Museum das Raumklima gemessen und die so aufgefundenen und für die Schäden an Objekten verantwortlichen Unzulänglichkeiten beseitigt worden waren.

Ebenfalls 1994 ist in Cuxhaven die Restaurierung der antiken Möbel des ehemaligen Bürgermuseums für eine spätere Nutzung im neuen Kulturzentrum und Museum Schloß Ritzebüttel vorgesehen. Auch diese Maßnahme wird gefördert.

Die Barkenhoffstiftung hatte aus dem Worpsweder Kunstarchiv (H.H. Rief) wertvolle Schriften, Grafiken, Zeichnungen u.a.m. übernommen, diese mußten dringend restauriert und "lagerfähig gemacht" werden. Da der Gesamtbestand sehr groß ist, wurde lediglich ein erster Teilabschnitt bearbeitet. Auch diese Maßnahme wurde gefördert.

Im selben Jahr wird vom Wrackmuseum Cuxhaven die Förderung von Restaurierungs- und Konservierungsmaßnahmen an hölzernen und metallischen Exponaten beantragt und gefördert.

1995:

Burg Bederkesa: Thron aus der FallwardIn diesem Jahr wird die kurzfristige Förderung der Konservierung verschiedener Objekte aus dem Gräberfeld an der Fallward bei Wremen im Landkreis Cuxhaven beantragt. Die Objekte befinden sich jetzt als zentrale Ausstellungsstücke im Museum Burg Bederkesa.

 

 

 

1996:

Das Museum für Kloster- und Heimatgeschichte beabsichtigt 1996, seine Bestände museumsgerecht zu inventarisieren. Die dazu erforderlichen Arbeiten sollten ehrenamtlich durchgeführt werden , es wurden aber auch Sachmittel für die fotographische Erfassung, die Anfertigung einer Kartei sowie die Anbringung von Inventarnummern an den Objekten benötigt.Die Förderung der Anschaffung dieser Sachmittel wurde beantragt und bewilligt.

1997:

1997 wird vom Kehdinger Küstenschiffahrts-Museum die Förderung der Anschaffung einer Videoüberwachungsanlage zum Schutz der Museumsobjekte vor Diebstahl und Beschädigung beantragt und bewilligt.

Für das Aeronauticum Nordholz wird im selben Jahr die Förderung einer Maßnahme zur Klimakontrolle und -regulierung mittels Lichtschutz beantragt. Die großen, nach Süden weisenden Fenster der neuen Ausstellungshalle wurden dabei mit sogenannten Sonnensegeln ausgestattet, die sich elektrisch öffnen und schließen lassen.

Ebenfalls 1997 wird vom Geschichts- und Heimatverein Stade die Förderung der Restaurierung von drei historischen Fahnen der Schützengilde von Freiburg, die älteste mehr als 400 Jahre alt, beantragt und bewilligt.

 

Das Kranichhaus Otterndorf beantragt im gleichen Jahr die Förderung der Restaurierung von zwei Kleiderschränken aus dem 18. Jahrhundert. Beide werden bewilligt.

1998:

Für das Aeronauticum Nordholz wird zu Beginn des gleichen Jahres die Förderung der Anschaffung von UV-geschützten Vitrinen beantragt. Diese waren nötig geworden, seit das Museum nach der Eröffnung eine Vielzahl von Dokumenten erhalten hat, die in die Dauerausstellung integriert werden sollten, dies war aber nur mit UV- und Diebstahlschutz konservatorisch vertretbar. Weitere Vitrinen wurden benötigt, um die für März '98 geplante Eröffnung durchführen zu können, auch hier sollten Dokumente, Fotos und Textilien präsentiert werden, UV-geschützte Vitrinen waren also unabdingbar. Auch diese Maßnahme wurde gefördert.

1999:

Heimatmuseum Stade: Ausschnitt WandtapeteEs wird die Förderung der Dokumentation (auch Schadensdokumentation) und gleichzeitige Sicherung und Festigung der im Museum befindlichen bemalten Wandtapete aus dem Jahre 1822 beantragt. Die Arbeiten sollen von der Fachhochschule Köln ausgeführt werden. Dabei soll auch das weitere Vorgehen bis zur vollständigen Restaurierung konzipiert werden. Die Maßnahmen ziehen sich über

Ebenfalls 1999 wird vom Kehdinger Küstenschiffahrts-Museum die Förderung von Anschaffung und Einbau eines Heizkraftwerkes beantragt. Damit sollten auch im Winter die Temperaturen im Museum in einem für die Exponate unschädlichen Bereich gehalten werden. Auch diese Maßnahme wurde im Rahmen des Projektes zur Bewahrung der Museumsbestände gefördert.

Kutschenmuseum Lilienthal: LandratswagenDas Niedersächsische Kutschenmuseum beantragt für 1999 folgende Maßnahme: Es wird die Förderung der Restaurierung eines historischen Landratswagens beantragt. Der Wagen stammt aus der Region und wurde auch dort benutzt. Auch diese Maßnahme wurde gefördert.

 

Im Jahr 1999 wird außerdem vom Aeronauticum die Förderung der Restaurierung und Konservierung eines Hubschraubers Bristol B 171 "Sycamore" beantragt und bewilligt. Bei den beantragten Mitteln handelte es sich um Materialkosten, die zur Konservierung der hölzernen Rotorblätter sowie zur Wiederherstellung des Anstrichs benötigt wurden, mit dem der Hubschrauber als Rettungshubschrauber bei den Marinefliegern eingesetzt war. Die Arbeiten werden fachgerecht von den Lehrmittelwerkstätten der Luftwaffe übernommen.
AERONAUTICUM Nordholz: Hubschrauber "Sycamore"

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