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Einige museumsrelvante Veröffentlichungen liegen in der Handbibliothek des Landschaftsverbandes vor. Sie können dort eingesehen werden.

Andere, in größeren Stückzahlen vorliegende Veröffentlichungen, gibt der Landschaftsverband interessierten Museen und Museumsmitarbeitern gern kostenlos ab, solange der Vorrat reicht. Zur Zeit sind dies folgende, oben auf der Liste jeweils die neuesten:

Leitfaden zum Erwerb von Museumsgut1Leitfaden zum Erwerb von Museumsgut

Eine Handreichung für die Museen im Land Niedersachsen

herausgegeben vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur

Die Museen und Sammlungen haben mit dem Thema Erwerbungen täglich zu tun. Bei jeder Erwerbung von Museumsgut sind neben inhaltlichen und fachlichen Überlegungen viele, zum einen juristische, zum anderen moralische und
museumsethische Fragestellungen zu beachten. Dabei spielt auch das Thema Provenienzrecherche für die bereits in den Museen und Sammlungen vorhandenen Objekten eine große und derzeit in der Öffentlichkeit stark beachtete Rolle. Um den Museumsverantwortlichen eine Hilfestellung für diese Thematik zu geben und sie für die möglichen Herausforderungen und Probleme bei Erwerbungen zu sensibilisieren, hat das MWK diesen Leitfaden publiziert. Er soll die Museen und Sammlungen in Niedersachsen bei der Klärung diesbezüglicher Fragestellungen unterstützen und ihnen eine praktische Hilfestellung rund um Erwerbungsfragen geben.

An wen richtet sich dieser Leitfaden?

Viele Erwerbsvorgänge werden von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Museen und
Sammlungen oder in der Kulturverwaltung durchgeführt, die selbst keine vertiefte
rechtliche Vorbildung haben und sich auch nicht bei jedem Erwerbungsvorgang anwaltlich beraten lassen können. Der Leitfaden soll diesen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Sicherheit bei Erwerbungsvorgängen geben.
Eine vorausschauende Vertragsgestaltung kann rechtliche Probleme bereits im Vorhinein verhindern. So können Unstimmigkeiten oder ein Rechtsstreit vermieden werden.

In Niedersachsen gibt es ca. 700 Museen und Sammlungen unterschiedlichster inhaltlicher und struktureller Ausrichtung. In ihnen finden sich neben kunst- und kulturhistorischen auch ethnologische, naturkundliche, historische oder technische Objekte. Neben den sechs Landesmuseen in der Trägerschaft des Landes Niedersachsen gibt es kommunal getragene Museen, Museumsstiftungen, GmbHs sowie eine große Zahl von mittleren und kleinen vereinsgetragenen Museen. All diesen unterschiedlichen Museen möchte diese Handreichung nützlich sein. Anhand exemplarischer Fälle wird daher für Probleme im Zusammenhang mit Erwerbungen sensibilisiert. Es wird gezeigt, welche rechtlichen Aspekte mit Erwerbungen verknüpft sind.

Leitfaden zur Erstellung eines Museumskonzept1Leitfaden zur Erstellung eines Museumskonzepts

herausgegeben von ICOM und Deutschem Museumsbund 2011

Museen sind das sammelnde, speichernde und verarbeitende Gedächtnis des kulturellen Erbes unserer Gesellschaft. Sie spielen eine wichtige Rolle bei der gesellschaftlichen, insbesondere kulturellen Standortbestimmung und Strukturentwicklung. Sie sind lehrende und lernende Institutionen, welche immer wieder der aktuellen Positionierung bedürfen.

Ein Museum wird nach ICOM definiert als eine „gemeinnützige, auf Dauer angelegte, der Öffentlichkeit zugängliche Einrichtung im Dienste der Gesellschaft und ihrer Entwicklung, die zum Zwecke des Studiums, der Bildung und des Erlebens materielle und immaterielle Zeugnisse von Menschen und ihrer Umwelt beschafft, erforscht, bekannt macht und ausstellt."

Basierend auf den Erfahrungen der Museumsberater in den Ländern stellt der vorliegende Leitfaden ergänzend zu den 2006 veröffentlichten „Standards für Museen" eine fachliche Handreichung für die Entwicklung eines Museumskonzepts bereit. „Leitbild und Museumskonzept bilden die Grundlage für die Museumsarbeit. Sie bedingen sich gegenseitig, dienen der Orientierung und drücken das Selbstverständnis des Museums aus. Sie sind mit dem Träger und anderen Beteiligten abgestimmt und liegen in verbindlicher Form schriftlich vor.

Ein Museumskonzept dient der Museumsleitung und den Museumsmitarbeitern bei der aktuellen Standortbestimmung und bei der Entwicklung mittel- bis langfristiger Ziele und Aufgaben des Hauses. Unterschiedliche Anlässe können der Auslöser sein, ein Museumskonzept zu erarbeiten: die Planung eines Museumsneubaus, die Entwicklung der touristischen Infrastruktur oder etwa die Neukonzeption der Dauerausstellung. Auch bei Gründungsvorhaben bietet der Leitfaden Orientierung.

 

Standards für MuseenStandards für Museen

herausgegeben von ICOM und Deutschem Museumsbund 2006

Mit mehr als 6.000 Museen verfügt die Bundesrepublik Deutschland über eine besonders reiche und vielfältige Museumslandschaft. Doch der Begriff „Museum" ist nicht geschützt. Darum wird mit den „Standards für Museen" erstmals eine Orientierung für eine qualifizierte Museumsarbeit in Deutschland vorgelegt. Klare Aufgabenbeschreibungen und formulierte Standardwerte sollen die Position von Museen aller Sammlungsbereiche, Größen, Trägerformen und Regionen festigen und ihnen als Leitfaden für die tägliche Arbeit dienen.

Im Vordergrund stehen die traditionellen Kernaufgaben des Museums: Sammeln, Bewahren, Forschen und Vermitteln. Da für die vierte Aufgabe bislang wechselnde Begriffe verwendet wurden, nehmen die „Standards für Museen" die museumsspezifische Kernaufgabe „Ausstellen" gleichwertig neben Vermitteln auf. Die alle Kernaufgaben berührende „Dokumentation" wird im Folgenden dem Forschen zugeordnet. Zudem werden die Kernaufgaben mit weiteren Aspekten ergänzt: Dauerhafte institutionelle und finanzielle Basis, Leitbild und Museumskonzept, Museumsmanagement sowie Qualifiziertes Personal.

Bei den „Standards für Museen" handelt es sich ausdrücklich nicht um „Mindest"-Standards. Es ist angestrebt, den Museen Orientierungspunkte vorzulegen, die einen ständigen Entwicklungsprozess fördern sollen. Dass die Museen hierfür über unterschiedliche personelle und finanzielle Voraussetzungen verfügen, wurde berücksichtigt.