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Wirtschaftliche Grundlage des Lebens auf einem Hof wie in Hüll waren in erster Linie das Land und die körperliche Unversehrtheit der hier Lebenden und Arbeitenden. In einigen Bereichen stellte sich das Leben aber grundlegend anders dar, als es heutige Schüler gewohnt sind: So war man bemüht, möglichst den gesamten Bedarf der Hofbewohner aus dem Hof selbst zu bestreiten und möglichst wenig zuzukaufen. Da es aber trotzdem notwendig war, Geld zu haben, wurde auch für den Verkauf gewirtschaftet.

Die Station “Wirtschaften” war in Hüll auf der Diele angesiedelt. Nach einer kurzen Einleitung sollten auch hier die Schüler zunächst sowohl den Raum als auch jeweils ein bis zwei Objekte ihrer Wahl inventarisieren. Eine Inventarisation aller Gegenstände war schlichtweg nicht möglich, da dieser Raum museal genutzt wurde und so einfach zu viele Themenbereiche behandelte: So gab es hier Ausstellungsteile zum Thema Schlachten und Wursten, Kartoffelanbau, Herstellung von Seilen aus Roggenstroh, Herstellung von “Holschen”, Pferdehaltung und “Pferdeschuhe”, Reetdachdecker, Bienenhaltung und -pflege, Spinnen, Weben, es gab eine absolut mäusesichere Wurstaufhängung, deren Bedeutung sich nicht von selbst erschloß und vieles mehr.

Danach wurde gebuttert: In Ermangelung von Zeit und besonders von Kühen wurde aus handelsüblicher Sahne mit Hilfe von kleinen “Mühlen”

und unter großen Konzentration

nach längerem, zum Teil schon die Hoffnung zehrenden Arbeiten,

endlich die Butter. Die gab es dann zum Frühstück aufs Brot.

Den Umgang mit der Wolle vom Fell bis zum Faden zeigten den Schülern und uns die Fachfrauen aus Hüll:

Und dabei lernten nicht nur die Schüler und Schülerinnen:

Die Flachsverarbeitung bis hin zum Leinen wurden den Schülern hauptsächlich vorgeführt. Allerdings kamen nach Abschluß des Tagesprogramms dann schnell “Fachgespräche” in Gang.

Auch dies ein Ergebnis der museumspädagogischen Woche: Erfahrungsaustausch unter Teamern!