Johannes Schreiter

KÜNSTLERPORTRÄT

Johannes Schreiter

(geb. 1930 in Annaberg-Buchholz/Erzgebirge)

Nach dem Abitur 1949 floh Johannes Schreiter aus der DDR und ließ sich zunächst in Greven/Westfalen nieder. Heute lebt er in Langen in Hessen. Nach dem Studium in Münster, Mainz und Berlin hatte er von 1960 bis 1963 die Leitung der Abteilung Fläche an der Staatlichen Kunstschule Bremen inne und anschließend bis 1987 eine Professur für freie Malerei und Graphik an der Staatlichen Hochschule für bildende Künste in Frankfurt/Main.

Zwischen 1960 und 1975 setzte sich der Künstler vor allem mit der von ihm erfundenen Brandcollage, der Schwarz-Weiß-Zeichnung und der Druckgrafik auseinander. Er erhielt zahlreiche Kunst-Auszeichnungen und 1979 das Bundesverdienstkreuz. Seit der Mitte der 1970er-Jahre verlagerte er sein Schaffen auf die Glasmalerei in der Architektur.

Nach der Genesung von einer schweren Erkrankung in den 1980er-Jahren entwickelte der Künstler eine tiefe Religiosität. 2005 erhielt er die theologische Ehrendoktorwürde der Universität Heidelberg. Viele der zahllosen Glasfenster und -bilder in öffentlichen Gebäuden, Kirchen, Synagogen und Kulturstätten haben internationale Beachtung gefunden. Johannes Schreiter gilt als der bedeutendste Kirchenfenstermaler der Gegenwart.

Aus der Phase der intensiven Auseinandersetzung mit der Druckgrafik stammen die beiden in der Artothek angebotenen Radierungen von 1977. Sie gehören zur „Fragmentraum“-Bildreihe, der Johannes Schreiter seit 1972 seine Schaffenskraft widmete.

Literatur/Infos: http://www.neue-stadthalle-langen.de/de/kuenstler-johannes-schreiter.html (zuletzt aufgerufen 11.2.2021)

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